Der Körper im Wandel: Wie ich Frauen begleite
- Chrisowalandou Theodoridou

- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Ich begleite Frauen in einer Lebensphase, in der sich vieles verändert – körperlich, emotional und oft auch im eigenen Selbstbild. Die Wechseljahre sind für mich kein medizinisches Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Übergang, der verstanden werden will.
Meine Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass der Körper nicht gegen uns arbeitet. Er versucht, sich neu zu organisieren. Hormonelle Veränderungen sind dabei ein Teil des Prozesses – aber selten die ganze Geschichte.
Ich sehe, wie schnell Symptome ausschließlich mit Hormonmangel erklärt werden. Und wie häufig der Impuls entsteht, den Körper „wieder zurückzuholen“ in eine frühere Phase. Ich glaube, dass es einen anderen Weg gibt:
nicht zurück, sondern in eine neue Balance.
Ich arbeite mit einem ganzheitlichen Blick auf den Körper. Stress, Nervensystem, Stoffwechsel, Ernährung, Bewegung und Regeneration spielen eine ebenso große Rolle wie Hormone selbst. Wenn diese Systeme unterstützt werden, kann der Körper oft besser regulieren – mit oder ohne hormonelle Therapie.
Neben klassischen Ansätzen arbeite ich auch mit sanfteren Regulationsformen. Dazu gehören Estradiol in homöopathischen Potenzen, pflanzliche (phytohormonelle) Unterstützung sowie Akupunktur, um das hormonelle und nervale Gleichgewicht zu fördern. Diese Methoden zielen nicht darauf ab, den Körper zu ersetzen oder zu übersteuern, sondern ihn in seiner eigenen Anpassungsfähigkeit zu unterstützen.
Hormontherapie lehne ich nicht grundsätzlich ab. Sie kann eine wertvolle Unterstützung sein, vor allem bei starkem Leidensdruck. Mir ist jedoch wichtig, dass sie bewusst eingesetzt wird – nicht als einzige Lösung, sondern als Teil eines individuellen Weges.
Was mir besonders am Herzen liegt, ist der Perspektivwechsel:
Der Körper ist nicht kaputt.
Er sendet Signale.
Und er verdient Vertrauen statt Kontrolle.
Ich begleite Frauen dabei, ihren Körper wieder als Verbündeten zu erleben, Zusammenhänge zu verstehen und Entscheidungen aus Klarheit zu treffen – nicht aus Angst.
Die Wechseljahre sind kein Ende.
Sie sind der Beginn einer neuen Phase von Selbstverantwortung, Stärke und innerer Stabilität.


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